
Schön ist die Jugend, die Liebe, der Erfolg und wer schön ist, der kommt weiter – sagen die Attraktivitätsforscher. Das Gesicht ist dabei besonders wichtig. Aber, nichts bleibt so wie es ist oder doch? Es gibt sie die ewig Schöne nahezu unausrottbar.
Die ewig Schöne ist ein Ärgernis für so manchen Gartenbesitzer, die ewig Schöne ist das Gänseblümchen auch Maßliebchen, Marienblümchen, Mondscheinblume, Morgenblume, Osterblume, Regenblume, Sommerröschen und mit vielen andere Namen mehr bezeichnet. Bellis perennis hat sie der große Systematiker Carl von Linné genannt. Und wirklich, immer wieder und unermüdlich schiebt sie ihre Blüten neu empor, sooft sie auch abgeschnitten werden. Unermüdlich blüht sie von Frühjahr bis Herbst. Unermüdlich schließt sie vorsorglich bei jedem Regen ihre Blüte um sie zu schützen.
So ist es nicht verwunderlich, dass sie der Jungfrau Maria gewidmet wurde. Sie war das Symbol für Unschuld und Reinheit. Die Heilwirkung der Blüten wurde hoch geschätzt. Salben mit Gänseblümchen sind Vitamin A-, C- und E- haltig. Sie werden der Haut aufgetragen, die sie schützt durch Saponine und Flavonoide. Auch in der Natur wirkt Bellis perennis. Sie bietet Bienen, Hummeln und anderen Insekten Nahrung. Die wieder die Größeren ernährt, Teil im Zyklus der Natur.

Wer kann sich dieser Schönheit entziehen? Wer ist nicht beglückt, wenn er die ersten Frühjahrsboten sieht? Es weht in diesem Erleben der Hauch der unbeschreiblichen Seligkeit in immer wieder sehnlich erwarteten Leben-sereignissen. Es liegt an uns sich diesem Erleben hinzugeben. Es als Wunder zu betrachten, dieses ewige Erwa-chen. Ewigkeit ist schwer vorstellbar. Doch vielleicht hilft da die Einlassung des Philosophen Ludwig Wittgensteins, "Der Tod ist kein Ereignis des Lebens. Den Tod erlebt man nicht. Wenn man unter Ewigkeit nicht unendliche Zeitdauer, sondern Unzeitlichkeit versteht, dann lebt der ewig, der in der Gegenwart lebt. Unser Leben ist ebenso endlos, wie unser Gesichtsfeld grenzenlos ist."
Es erfordert von den Schönen Kraft und Energie, die notwendigen sich weiderholenden Erneuerungen ihrer Schönheit. Sie dient dem Fortbestand ihrer Art, der Weitergabe von Leben. Unser in jedem Gottesdienst wieder-holtes Herrengebet endet mit dem Vers: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“.